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Quarente Quatre

3 Dezember 2007 · Kommentar schreiben

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Die Orangenzeit hat begonnen.

Zitrusfrüchte werden im Winter reif, rechtzeitig vor Weihnachten.

Ich könnte jetzt etwas zum Besten geben über die Kunst des Gartenbaus oder über andere botanische Erkenntnisse. Stattdessen habe ich beschloßen, Ihnen ein Rezept zur Herstellung eines Orangenlikörs zu kredenzen.

Zugegebenermaßen ist das kein spanisches Rezept, wie es auf diesem Spanien-Blog eigentlich angebracht wäre, sondern es kommt aus Frankreich. Aber erstens ist das nicht allzuweit von hier, zumindest der Süden Frankreichs rund um das Mittelmeer, und zweitens will ich versuchen, die Zutaten dieses Rezeptes Spanien oder Mallorca anzupassen, wo immer das nur geht.

Nehmen Sie drei oder vier mallorkinische Orangen, die jetzt in voller Reife sind. Am besten wären Orangen aus dem Tal von Soller, aber andere mallorkinische (oder auch spanische) Orangen tun es auch. Sie sollten nur saftig und frisch sein. Das Fruchtfleisch muß fest sein, und sie dürfen nicht gespritzt sein. Machen Sie einige tiefe Einschnitte, vielleicht ein Dutzend, durch die Schale bis in das Fruchtfleisch hinein. Stecken Sie jeweils eine geröstete Kaffeebohne in jeden Einschnitt, etwa so, wie man Knoblauchzehen in eine Lammkeule stecken würde.

Legen Sie die behandelten Orangen in ein großes Glasgefäß mit einem guten Verschluß (ein Einmachglas wäre gut, am besten ein großes für 1 Liter). Kaufen Sie ein Paket Zuckerstücke. Packen Sie 88 Zuckerstücke auf die Orangen (das Rezept heißt “Quarente Quatre” [44] und man nimmt in Frankreich nur 44 Zuckerstücke, aber dort ist der Zucker größer als bei uns, und deshalb verdoppeln wir die Menge).

Kaufen Sie eine Flasche Tresterbrand, Marc, Grappa, oder Eau de Vivre von guter Qualität. Weil wir aber in Spanien leben, empfehle ich lieber den spanischen Orujo, der ebenso aus Traubentrester gewonnen wird, einem Abfallprodukt aus der Weinherstellung.

Gießen Sie den Orujo über die Orangen und den Zucker. Verschließen Sie das Einmachglas. Verwahren Sie das Gefäß an einem dunklen und trocknen, nicht zu warmen Platz in Ihrer Wohnung. Warten Sie 44 Tage. Sieben Sie die Likörflüssigkeit in eine Glasflasche, am Besten in eine, die einen gläsernen Propfen hat.

Ihr Cointreau-ähnliches Getränk wird leider nicht fertig sein, um nach dem diesjährigen Weihnachtsbraten schon einmal verkostet zu werden, aber das wird die Freude an Ihren Braukünsten kaum schmälern, denke ich. Mir hat die Herstellung meines ersten “Quarente Quatre” jedenfalls viel Spaß gemacht.

Wenn dann bis zum nächsten Herbst noch etwas übrig sein sollte von dem Orangen-Kaffee-Orujo, dann sollten Sie Ihren Likör einmal über frischen Feigen probieren. Ich werde Sie aber noch rechtzeitig daran erinnern. Prost jedenfalls.

Trinken Sie mäßig. Bleiben Sie verantwortungsvoll. Und fahren Sie nicht, wenn Sie etwas getrunken haben.

 

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Ein Loblieb auf Salz: Flor de Sal

11 Oktober 2007 · 1 Kommentar

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Salz bringt die Geschmacksnuancen in unseren Nahrungsmitteln besser hervor als alles Andere.

Wir benutzen Salz tagtäglich, manchmal sogar, ohne uns dessen bewußt zu sein. Ohne Salz könnten Lebewesen nicht überleben, und das gilt auch für uns Menschen. Zuviel Salz kann gefährlich sein und kann Krankheiten hervorrufen, und zuwenig Salz kann Dehydrierung nach sich ziehen.

Wenn wir also Salz wirklich brauchen, ist es dann nicht ganz egal, welches Salz das ist? Ist Salz nicht einfach nur … Salz?

Die Antwort darauf ist ganz einfach. Natürlich gibt es da einen wichtigen Unterschied. 90 % unseres Salzes heutzutage ist raffiniert, wie auch weißer Zucker. Der Vorgang des Raffinierens zerstört aber alles Gute im Salz, genauso wie auch im Zucker. Natürlich belassenes Salz besteht aus 84 verschiedenen Mineralien und Spurenelementen, die alle im natürlichen Zustand auch im menschlichen Körper vorkommen. Einer Erhebung der Europäischen Union zufolge gehen 82 dieser 84 Elemente und Mineralien aber verloren, wenn Salz zu Tafelsalz verarbeitet wird. Das übliche Tafelsalz besteht zu fast 100 % aus Natriumchlorid (Kochsalz). Natriumchlorid ist aus medizinischer Sicht aber reinstes Gift für unsere Körperzellen und ist deshalb für unseren Körper höchst ungesund.

Zwei junge Damen deutscher Herkunft namens Katja Wöhr und Sabine Kersten haben nun vor einigen wenigen Jahren damit begonnen, die Königin aller Salze, das Flor de Sal, in Mallorca zu gewinnen, und zwar in der Nähe des Naturschutzgebietes von Es Trenc.

Flor de Sal ist eine uralte Methode der Salzgewinnung, die ursprünglich an der französischen Atlantikküste zuhause war und dort als Fleur du Sel bekannt ist. Bei dieser aufwendigen Methode werden nur die wertvollen Blütenkristalle der obersten Schicht der Salze in den Salinen geerntet. Bei der Ernte ist die Farbe dieser Salzkristalle leicht rosa, wird aber weißer, sobald die Salzblüten natürlich an der Sonne trocknen. Dieses Salz wird in 100%iger Reinheit nur im Frühjahr gewonnen und ist immer von der aktuellen Wetterlage abhängig. Es gelangt pur an Ihren Gaumen, ohne in irgendeiner Weise maschinell oder chemisch behandelt worden zu sein. Höchstmögliche Qualität ist stets oberstes Gesetz für die beiden jungen Frauen.

Flor de Sal ist das Reinste aller Salze. Führende Chefköche auf den Balearischen Inseln empfehlen Flor de Sal d’Es Trenc rundherum, wie zum Beispiel der Gewinner eines Michelin-Sterns, Marc Fosh vom Read’s Hotel in Santa Maria.

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Falls Sie wie ich in der glücklichen Lage sind, auf Mallorca zu leben, können Sie Flor de Sal d’Es Trenc auf vielen Wochenmärkten oder auch in vielen Feinkostgeschäften kaufen. Dieses mallorkinische Flor de Sal gibt es in vier verschiedenen Geschmacksnoten: naturbelassen, mit Extrakten von schwarzen Oliven, in einer mediterranen Kräuternote oder mit Hibiskusblüten. Der unverbindliche Verkaufspreis beträgt um die 6,90 €/250g für die Natural-Variante, und je 7,50 €/150g für die geschmacklich angereicherten Sorten.

Falls Sie in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz zuhause sind, können Sie die Flor de Sal Webseite aufsuchen und dort einen Vertriebspartner in Ihrer Gegend finden. Die beiden Damen sind ständig bemüht, Ihnen das edle Salz näherzubringen und seine Vertriebswege auszuweiten.

Probieren Sie es einmal. Flor de Sal d’Es Trenc ist das Reinste aller Salze. Sie werden es nicht bereuen.

Vielleicht werden Sie nie mehr einfach nur Salz zu Salz sagen.

Ich weiß, daß das Alles nur nach Werbung klingt, ist es aber nicht. Die beiden fraglichen Damen kennen mich überhaupt nicht. Und ganz bestimmt zahlten sie mir keinen müden Cent für meine Empfehlung.

 

Ich habe einfach Flor de Sal vor einigen Jahren zufällig entdeckt und verwende es seither ständig. Ich habe es Freunden und Verwandten weiterempfohlen, die inzwischen alle begeistert sind.

Meinetwegen dürfen Sie sich ab jetzt auch zu meinen Freunden zählen. 

 

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